Buchhandlung Dichtung & Wahrheit, Obertor 5, 63607 Wächtersbach
Web: www.mkk-books.de Mail: info@mkk-books.de Telefon 06053-600848
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9.30 bis 13 und 14 bis 18.30 Uhr - Samstag 9.30 bis 13 Uhr

Willkommen bei Dichtung & Wahrheit

Seit 1997 in Wächtersbach, seit 2002 im Herzen der historischen Altstadt finden Sie unsere unverwechselbare Buchhandlung.
Wir begreifen unsere Kunden als unsere Arbeitgeber und möchten Ihnen die Möglichkeit geben, so einzukaufen, wie Sie es wünschen: Sei das nun in unserem Buchladen im Herzen der Altstadt bei persönlicher Beratung - sei das nun zuhause am Computer übers Internet, via mail oder übers Telefon.
Wir legen Wert darauf, Ihnen den besten Service bieten zu können im Blick auf EDV-gestützte
Titelrecherche, Besorgung antiquarischer und vergriffener Bücher und betreiben zugleich einen Online-Buchshop. Denn es spricht zwar alles dafür, dass Sie sich den Besuch in unserem Ladengeschäft nicht entgehen lassen – aber falls Sie mal aus irgendwelchen Gründen nicht vorbeikommen können: Sie erreichen unseren Internetshop rund um die Uhr.
Schauen Sie sich um, schauen Sie rein - wir freuen uns auf Sie! Andrea Euler & Stephan Siemon

Neues von "Dichtung & Wahrheit"

Der Bembel ruft
Kelterfest in der Altstadt am 1. Oktober

Das häusliche Keltern von Apfelwein ist ein handfestes Stück der hessischen Landes- und Genusskultur. Ein Stück dieser Tradition zu erhalten, das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben. Seit wir in der Altstadt zu Hause sind, keltern und vergären sie jeden Herbst den "Wächtersbacher "Räuberschoppen" - manchmal über 1.000 Liter. Am Samstag, 1. Oktober, ist es wieder so weit: Die "Wächtersbacher Kelterbruderschaft" baut zwischen Buchhandlung und Metzgerei Mühle und Presse auf, um die Fässchen zu befüllen.
Unsere
Bruderschaft ist über die Jahre größer geworden. Viele Helfer haben sich mittlerweile Stammplätze an den Kelterstationen erarbeitet. Olaf Reetz, der am Marktplatz seine Metzgerei betreibt, hat sich ebenfalls für die hessische Idee begeistert. Er hat einen Apfelweinkeller hergerichtet, hat sich Mühle, Presse und Behälter beschafft. Und während der "hessische Bub" Stephan Siemon seinen "Räuberschoppen" (alten Hessen zufolge der beste Apfelwein, weil nur aus "gepumpte un geschlonzte Äppel" zustande kommt) entspannt nach dem alten Motto "Wasche´, mahle´, presse´, warte´, ferdisch" herstellt, sinnt der innovative Metzgermeister Reetz ständig auf Veredlung: Sherry will er machen, Birnen unter die Äpfel mischen, gar Schaumwein in Flaschen vergären...
Reetz dürfte damit im Trend liegen: Seit Jahren arbeiten innovative hessische Keltermeister an der Veredlung des "Stöffche". Der Eine macht Sherry daraus. Der Nächste nutzt das Handwerk anderer Länder, um den Äpfeln gerecht zu werden: In hessischen Kellern entsteht spanischer Sidra, bretonischer Cidre, gar amerikanischer "Red Cider". Wer sich mit der internationalen Apfelweinkultur noch nicht beschäftigt hat, ist oft überrascht zu hören, dass die Hessen keinesfalls - so wie sie es gern von sich behaupten - die einzigen, gar die größten Apfelwein-Produzenten und "Schoppe-Schlonzer" in der Welt sind.
Stephan ist bei den Keltertagen, die öffentlich sind, immer wieder verblüfft, wie wenige junge Menschen überdiesen Teil unserer Kultur wissen. "Die rennen in der Krachledernen und im Dirndl rum - von unserer Landeskultur aber wissen sie nichts", fasst er zusammen. Zu Unrecht: Denn Apfelwein ist ein Volksgetränk. Bis in die 70er Jahre hinein war es guter Brauch, ein Fässchen davon im Keller reifen zu lassen. Der Apfelwein war eher Nahrungs- denn Genussmittel. Denn die Apfelwein-Herstellung ist einfach. Zu dieser Zeit gab es allein in der Wächtersbacher Altstadt drei Keltereien, bei denen die Bürger ihre Äpfel zu Saft pressen lassen konnten. Paradiesische Zustände für Apfelwein-Geschworene: Man konnte als Altstädter aus dem Haus gehen und hatte im Umkreis von 150 Metern drei verschiedene Schoppen im Bembel...

Die "Supermarkt-Kultur" bereitete diesen Zeiten weitgehend ein Ende. Doch seit den 90er Jahren setzte ein Umdenken ein. Selbst zu Keltern - das wurde wieder interessant. Zu beobachten war, dass private Kelterinitiativen, aber auch manche Obst- und Gartenbauvereine sich das nötige Wissen wieder drauf- und die einfache Technik anschafften - und loslegten. Übrigens: Wer am Keltertag mittun möchte, etwas übers Keltern erfahren will oder dem Räuberschoppen eigene Äpfel hinzufügen mag, kann sich gern bei Reetz oder Siemon melden.

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